Splitter

Medien

„Ihr Fernseher lügt Sie an“. Diese ebenso kurze wie bedenkenswerte Nachricht ist dieser Tage da und dort in den Straßen Wiens affichiert. Subversion ist am Werk, ganz offenkundig. Subversion muß aber nicht immer Unrecht haben. Auch kämpferischer Klerus hierzulande bezeichnet das Fernsehen mitunter und recht klarsichtig als „Kanzel Satans“. Und auch wir selbst müssen anmerken, daß die Zeiten, da man den Orf als staatstragende und seriöse Institution empfand, etwa vier Jahrzehnte in der Vergangenheit liegen. Tempora mutantur.

Traditionsfeindlichkeit

Die Verachtung des eigenen Vaterlandes, die Geringschätzung seiner Traditionen und seiner großen Vergangenheit scheinen mittlerweile republikanischer Allparteienkonsens zu sein. Wir haben des Schüssels Absage an Altösterreich noch gut in Erinnerung und den skandalösen Umgang seiner Regierung mit dem musealen Schatz des Kaiserlichen Erbes, und die Demontage des Denkmalschutzes durch ebendiese, und des Buseks Demolierungsempfehlung, die Heldendenkmäler der Heimat betreffend. Die Linke nährt seit dem Jahr 1848 einen permanenten Haß auf Österreich; die Vaterlandsbesudelung zählt zu den Grundkonstanten ihrer Politik; jüngstes Beispiel die von offensichtlich tatsächlich unabhängigem Medium berichtete demonstrative 10 000.– E Steuergeldspende durch die Sozialisten an jene linksextremen Hetzer, die „Wer Österreich liebt, muß Scheiße sein“ plakatierten („Heute“, 7.2.2008). Unter der Parteiführung Jörg Haiders allerdings, damals noch nicht der Selbstausschaltung durch Exzentrizität erlegen, baute sich bei den durch nationalistische Engführung stark behinderten Freiheitlichen durch lange Jahre und unter Rückschlägen, aber dennoch deutlich bemerkbar, ein allmähliches politisches Empfinden für das Österreichische Vaterland auf, was schließlich auch zur Etablierung eines konservativen Parteiflügels und zur Gewinnung Katholisch-konservativer Wählerschichten führte. Dementsprechend groß war auch in Kombination mit Haiders einstigem politischem Geschick der Erfolg, welcher die Freiheitlichen dann auch zur zweitstärksten Partei des Landes machte. Ein aufgrund plötzlich und dramatisch einsetzender Führungsschwäche nur sehr kurzfristiges Ereignis, wie wir wissen. Unter Haiders Nachfolger Strache wird nun, im Anschluß an den Abschuß einer störenden konservativen Persönlichkeit in der FPÖ, auch jene geistige Ausrichtung nachhaltig korrigiert, die solchen Erfolg einst möglich machte. Durch Taten beweist sich die Gesinnung! Zwei parlamentarische Anfragen des Strache liegen uns vor, eine vaterländische Demonstration vom 12. 11. 2007 in Wien betreffend, die, völlig legitim, die Abschaffung der republik und die Rückkehr der Heimat zu monarchischer Verfaßtheit einforderte. Die Anfragen richtete Strache an die Justizministerin (13.12.2007) und den Innenminister (19.12.2007), und diese Anfragen enthalten Sätze wie: „Unter welchen Straftatbestand kann dieses Verhalten subsumiert werden?“ (Gemeint ist die erwähnte vaterländische Demonstration — Anmerkung der Redaktion), „In wie weit ist der Straftatbestand des §248 StGb erfüllt?“ (Herabwürdigung des Staates und seiner Symbole — Anmerkung der Redaktion), „Wurde eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermittelt?“, „Wie ist der Verfahrensstand?“, „Werden Sie in dieser Hinsicht einen eigenen Straftatbestand schaffen?“, „Ist es grundsätzlich erlaubt für die Abschaffung der Republik Österreich zu demonstrieren?“ (Selbstverständlich, zumal für die Abschaffung der republik, nicht für die Abschaffung Österreichs demonstriert wurde — Anmerkung der Redaktion), „Ist die Forderung nach der Abschaffung in Hinblick auf §248 StGb relevant?“ (Selbstverständlich nicht — Anmerkung der Redaktion), „Wenn nein, warum nicht?“ (Weil vaterländische Demonstrationen nett sind und weil der Katholische Kaiserstaat Österreich gut und der National-Sozialismus böse war — Anmerkung der Redaktion), „Wenn ja, welche Veranlassungen wurden von den, für diese Versammlung zuständigen Sicherheitsbehörden getätigt?“, „Warum wurde diese Versammlung nicht untersagt?“, „Sind ihnen die Teilnehmer bekannt?“. Parlamentarische Anfragen dienen den Parteien vorzugsweise zur Thematisierung politischer Wünsche. Diese zwei Anfragen interpretieren wir als den Wunsch der momentanen Führung der Freiheitlichen, das öffentliche Wollen von Teilen der Bevölkerung Österreichs nach einer Restauration unter Strafe zu stellen. Wir interpretieren diese Anfragen überdies als Schritt der Einordnung der freiheitlichen Partei in den politisch „korrekten“ Mainstream. Und wir interpretieren diese zwei Anfragen auch als entschieden unfreundlichen Akt uns gegenüber. Wir beantworten diese Handlungsweise Straches mit klarer Absage an die derzeitige freiheitliche Partei. Linksparteien sind unwählbar.

A. P.

Landtagswahl in Niederösterreich

Niederösterreich, das Erzherzogtum unter der Enns, zählt zu den schwarzen Kerngebieten Österreichs. Daran wäre an sich auch gar nichts auszusetzen, schon gar nichts zu ändern. Freilich vollzieht auch dort die das Land politisch dominierende Volkspartei unter Landeshauptmann Pröll das von der Vp-Bundesleitung vorgegebene Einschwenken auf allgemeines Linkstum. Die freche und ordinäre Errichtung eines „Museums“, 2007 eigens für den für  obszöne Pseudokunst bekannten Nitsch in Niederösterreich eingerichtet, liegt ganz in der Verantwortung des derzeitigen Vp-Landeshauptmanns. Noch unter seinem weltanschaulich klar auf Christlich-konservativen Positionen befindlichen Vorgänger, Altlandeshauptmann Siegfried Ludwig (1981–1992), wäre derlei gänzlich undenkbar gewesen. Einst weigerte sich die Landesregierung sogar, einschlägigen „Jury“-Entscheidungen (man weiß, wie solche zustandekommen) Folge zu leisten und an Nitsch irgendwelche Preise zu verleihen. Jetzt ist das alles ganz anders. Freilich hat schon die Regierung Schüssel eine entsprechende Vorgabe geleistet, als sie 2005 des Nitsch nihilistisch-pornographisches Agieren mit dem mit 30 000.– E   Steuergeld ausgestatteten „Großen Österreichischen Staatspreis“ würdigte. In Zeiten, die bei klarem Verstand sind, würde man derlei „Kunst“ einfach verbieten und wegsperren. Die Funktionäre der republik aber geben sich ganz angetan von abartigen Spektakeln, die, mit geschlachteten Körpern, Blut, Kot und Obszönitäten vollführt, seit Jahren eine Beleidigung des guten Geschmacks wie eine Verhöhnung der menschlichen Würde darstellen. Hier werden absichtsvoll einst vom Christentum aus gutem Grund und zum Schutz des Humanen gezogene Grenzen verletzt. Und kein repräsentativer Rahmen bis hin zum Sakralraum, der nicht heute von einer gänzlich herabgekommenen Polit-Kaste für derlei Dreck zum Mißbrauch freigegeben wird. Die nurmehr als Skandal ultimativer Gewichtsklasse zu bezeichnende Einrichtung eines pompös eröffneten „Museums“ für des Nitsch diverse Machwerke — die Kosten von 4,2 Millionen E trug das Land Niederösterreich, der Baugrund wurde von der öffentlichen Hand hergeschenkt („Kurier“ 9.6.2006) — ist eine klare Kriegserklärung an das konservative und Katholische Österreich. Die Mittel für den Denkmalschutz etwa, für die Erhaltung des großen Erbes an Österreichischer Kultur, werden landesweit immer weniger und weniger; für linke Blasphemien aber verströmt das republikanische Füllhorn Millionen und Abermillionen. Neben seiner filmisch festgehaltenen Anpöbelung eines Priesters (auf „U tube“ im Internet anzusehen), neben seinem verheerenden Betonier- und Technikwahn, der quer durch die schönsten Landschaften Autostraße um Autostraße zieht und der in den Medien mit der Überschrift „Mehr Labors, weniger Bauernhöfe“ betitelt und verharmlosend als „Strukturwandel“ bezeichnet wurde („Standard“, 8.8.2007), ist Pröll alleine wegen dieser „Kultur“-Politik schon absolut unwählbar geworden.

Erfreulicherweise gibt es nun tatsächlich Alternativen. Gleich zwei. Zum einen hat sich die von mutigen Persönlichkeiten aus dem konservativen Flügel des Cartellverbandes heraus formierte und klar auf Grundlage der Religion und akzeptabler Wertvorstellungen stehende neue Partei „Die Christen“ in 20 von 21 Bezirken Niederösterreichs das Antreten zur Landtagswahl erzwungen. Die Landtagswahl wird am 9. März 2008 stattfinden, und jede Stimme, die man bei dieser Gelegenheit von der Volkspartei abzieht und an Die Christen vergibt, scheint uns eine Stimme für einen wirklichen Kurswechsel im Land zu sein und eine Stimme, die das schwarze Niederösterreich auch wirklich schwarz erhält.

Zum anderen ist die niederösterreichische Spitzenkandidatin der Freiheitlichen, Barbara Rosenkranz, für heutige Verhältnisse eine wirkliche Ausnahmeerscheinung. Womit wir nicht nur anerkennen, daß die Linkspresse gegen sie hetzt („Kellernazi“, „Standard“ 2./3.2.2008), sondern auch, daß sie eine ebenso charakterlich wie intellektuell überzeugende Politikerin darstellt, die wir für eine Wahl entschieden anempfehlen wollen. Man kann auf den Stimmzetteln übrigens durchaus Rosenkranz anzeichnen und zugleich vermeiden, FPÖ zu markieren, was ein kleines Zeichen an die derzeitige Parteiführung wäre. Rosenkranz zählt übrigens nicht zu jenen freiheitlichen Abgeordenten, die zusammen mit Strache die infamen parlamentarischen Anfragen zum Thema Restauration unterschrieben haben.

Wer beide Alternativen zugleich wählt, hat zwar für die wünschenswerteste Kombination optiert, bedauerlicherweise aber eine ungültige Stimme abgegeben; man muß sich also entscheiden: familienpolitisch ist man beispielsweise bei den Christen exzellent bedient; wer hingegen den Bau von Moschee und Minarett in Bad Vöslau mit Unbehagen verfolgt und eine islamische Besitzergreifung des Landes hintanzuhalten wünscht, wird in Rosenkranz wahrscheinlich eine entschlossene Vertreterin der Interessen der Einheimischen finden. 

Wir haben oft darauf hingewiesen und verweisen einmal mehr auf jene schon sehr lange klar erkennbaren Sachverhalte, die dennoch vielen, auch Gutgesinnten, immer noch so schwer eingängig sind: Auf keine der großen (und faulig gewordenen) Parteien im Land ist in Bezug auf weltanschauliche Ideale und Seriosität noch irgendein Verlaß. Die Namen Pröll und Strache deuten uns pars pro toto auf den Niedergang des politischen Systems und können als typisch für das heutige politische Establishment angesehen werden. Man darf eben keine etablierten Parteien mehr, man kann eigentlich nur mehr Einzelpersönlichkeiten wählen. Listenführer bei den Christen in Niederösterreich ist der in konservativen Kreisen als couragiert und geradlinig bekannte Rudolf Gehring, dessen Organisationstalent dem „System Pröll“ noch mancherlei Ungemach bereiten könnte. Er jedenfalls und nicht ein Pröll oder ein Schüssel steht in der weltanschaulichen Nachfolge der großen Staatsmänner Leopold Figl und Julius Raab. Und je öfter es Niederlagen für diese Volkspartei gibt und je drastischer sie ausfallen, desto eher werden dort die Verantwortlichen abtreten und desto größer werden die Chancen, daß sich die Verhältnisse der Innenpolitik wieder normalisieren. Wer aber derzeit Övp wählt, wählt derzeit links, das ist der traurige Tatbestand, wie uns Nitsch-„Museum“ und anderes seit Jahren belegen. Wer eine wirkliche Wende im Land, eine Wende zum Bessern hin möchte, muß den Mut und die Konsequenz finden, sich für Alternativen zu entscheiden. In Niederösterreich kann man demnächst für sie wählen.

A. P.

Kunsthistorisches Museum

Und wieder hat ein großes Fressen stattgefunden, „Fundraising-Dinner“ nennt man das jetzt, im Februar 2008 anläßlich der Eröffnung der Arcimboldo-Ausstellung im Kuppelsaal des Kunsthistorischen Museums. Die Ära Schüssel-Gehrer hat nicht nur die Ernennung zahlreicher inkompetenter Museumsdirektoren, den Verkauf ganzer musealer Sammlungen, das permanente Verschenken von wertvollsten musealen Einzelstücken nach Amerika („Restitutionen“), die barbarische Delogierung des Hofkammerarchivs und den nicht minder barbarischen Umbau der Albertina gebracht, sondern auch das ständige Herumgegesse im Museum. Beim Arcimboldo-Fundraising-Dinner waren auch die Vp-Bonzen Schüssel und Molterer mit von der Partie, wie uns diverse „Seitenblicke“ enthüllten. Es sei auch ein bißchen Geld für die Einrichtung einer Kunstkammer hereingekommen, wie es heißt. Hätten Schüssel und Molterer, statt im Museum zu essen, dafür gesorgt, daß die großen Kaiserlichen Sammlungen genügende staatliche Dotierung und wirklich fachkundige und seriöse Direktoren bekommen, wäre für die heimische Kultur unermeßlich mehr geschehen. Und reichlich Geld für die alten Museen wäre gewiß da gewesen, hätte man sich all die üppige Finanzierung der „Gegenwartskunst“ und all die idiotischen neuen „Kulturbauten“ und „Kunsthäuser“ erspart, deren jüngstes Skandalbeispiel das Nitsch-„Museum“ in Niederösterreich ist. Der Direktor des Kunsthistorischen Museums, Seipel, hat immerhin die Antiken-Sammlung sehr schön aufgestellt und einmal auch die korrekte Anrede „Kaiserliche Hoheit“ gegenüber einem Mitglied des Erzhauses gebraucht. Wir erinnern uns aber auch einer unter Seipel im Kunsthistorischen dargebotenen Ausstellung der linksextremen Bildhauerei des Kommunisten Hrdlicka; wir erinnern uns des Diebstahls der Saliera, was auf weitreichende Unfähigkeit des amtierenden Direktors schließen läßt; wir haben mit großem Mißfallen die anscheinend mittels Schrauben vorgenommene Montierung häßlicher Aluminiumleisten an die wertvolle Steinverkleidung des Kuppelsaals des Museums wahrgenommen; und wir sind nicht amüsiert darüber, unter der in der Schatzkammer feilgebotenen Fachliteratur ausgerechnet das üble Sudelwerk „Schwarzbuch der Habsburger“ vorzufinden.