Europa 2014/II

Vorwärts in die falsche Richtung

Die Kräfte des Rückschritts und der Reaktion begannen 1814 beim Wiener Kongreß mit der Errichtung einer auf rechtem Maß begründeten Friedensordnung in Europa, die in ihren Grundzügen für ein Jahrhundert Bestand hatte und die das Fundament für Europas damaligen Wohlstand und damalige Weltdominanz war.

Die Kräfte des Fortschritts und der Moderne begannen 1914 mit dem Mord von Sarajewo jenen Krieg, der Europa in ein blutiges Inferno stürzte und in politische Katastrophen, als deren Ergebnis große Teile des Kontinents für Jahrzehnte der Armut und Sklaverei verfielen. Es ist bezeichnend für die trüben Verhältnisse unserer Gegenwart, in welch weitem Ausmaß man dem einfachen Menschen die irrige Meinung eingetrichtert hat, die Vertreter des „Fortschritts“ für die Guten zu halten und jene des „Rückschritts“ für die Bösen. Dabei ist es zumeist genau umgekehrt.

Wenn man an einem Abgrund steht, ist man gut beraten, einen Schritt rückwärts zu machen; schreitet man voran, stürzt man ab. Das ist Europa 1914 passiert und, wie es scheint, passiert es Europa gerade wieder, eben jetzt, in dieser unserer Gegenwart. Die Zeichen stehen längst auf Sturm, und die Wegweiser, wohin man auch schaut, sind verdreht. Die Krisen hören nicht mehr auf, und die eine ermöglicht und verstärkt die andere: die „Finanzkrise“ (was meint, daß die Völkerschaften Europas durch internationale Finanzverbrecher und häufig mit Hilfe der jeweiligen „demokratisch“ gewählten Regierungen ausgeplündert werden); die ökologische Krise (was meint, daß generell all unsere Lebensräume schmutziger, häßlicher, zugemüllter, lebensfeindlicher werden); die Krise der Kirche (die selbst zahlreiche Kleriker nicht sehen möchten und schönreden, die ungeachtet dessen aber traurige Wirklichkeit ist, wobei mit dem Abbruch des Kirchlichen zugleich das humane Grundgerüst der europäischen Gesellschaften weggeräumt wird); die Krise der europäischen Politik (in der Idiotien wie die Destabilisierung der Ukraine und die Positionierung gegen Rußland als Erfolge gefeiert werden, während sie tatsächlich Erfolge einer brutalen Expansionspolitik der Weltmacht USA sind, für welche die dummen Europäer die Zeche werden zahlen dürfen); die Überfremdungskrise (hervorgerufen durch eine politisch gewollte Massenzuwanderung verarmter und kulturferner Menschen aus aller Herren Länder nach Europa, wodurch das soziale Gefüge des Kontinents zusammenbricht und seine kulturelle Identität verloren geht); die geistige Krise (was all die drastischen Konsequenzen falschen Denkens meint, mit denen wir zu unserem Schaden längst konfrontiert sind, die Konsequenzen etwa aus Sozialismus, Familienfeindlichkeit, Gender- und Lesben-Wahn, Kahlfraß-Kapitalismus, Vergangenheitsfeindlichkeit, pathologischer Verachtung des Eigenen). Wesentlich verantwortlich für all diese Entwicklungen sind seit Jahrzehnten die sehr modern und fortschrittlich gesonnenen Politfunktionäre Europas sowie die der meisten nationalen Regierungen (Parteizugehörigkeit mittlerweile zumeist völlig gleichgültig, alles dasselbe). Wo man in Europa weltanschaulich mittlerweile angelangt ist, zeigen jüngste Ereignisse wie etwa der Versuch der spanischen Linksjustiz, erstmals auch einen Kardinal, den 84jährigen Sebastián Aguilar, wegen „Hetze“ gegen Homosexuelle ins Gefängnis zu bringen, wie jetzt im Februar bekannt wurde; der Kleriker hatte auf Nachfrage von Journalisten geäußert, daß er, bei allem Respekt, Homosexualität als Defizit sehe. Oder die mehrheitliche Zustimmung des „Europaparlaments“ zum sogenannten „Lunacek-Bericht“ am 4. Februar; die hiesige und einschlägig interessierte LinkspolitikerIn wünscht sich etwa eine „umfassende Politik zum Schutz“ Homosexueller und macht Vorschläge für den „EU-Fahrplan zur Bekämpfung von Homophobie und Diskriminierung aus Gründen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität“. De facto wird seit Jahren über die EU die Einführung von Privilegien und Sonderrechten für eine weit linksstehende Minderheit mit exzentrischen sexuellen Vorlieben betrieben und dies mit einem Agieren gegen die Familie und gegen die Katholische Morallehre verknüpft, wobei man überdies versucht, zugleich über „Antidiskriminierungs“-Paragraphen auch umfassende Einschränkungen der Meinungsfreiheit durchzusetzen. Im zuvor im „EU-Parlament“ erfreulicherweise abgelehnten „Estrella-Bericht“ wurde gefordert, den Abtreibungsmord als „Menschenrecht“ zu sehen; gut vernetzter Christlicher „Fundamentalismus“ habe diesen „wesentlichen meinungsbildenden Schritt“ verhindert, wie die Linke skandalisiert anmerkte. Immer mehr ideologische Wahnhaftigkeiten finden leider parlamentarische Unterstützung und zahlreiche „bürgerliche“ Europaabgeordnete kollaborieren bei all diesem verbrecherischen Irrsinn mit der Linken. Und Politiker solchen Zuschnitts erfreuen sich immer noch — es ist doch zu sonderbar — mehrheitlicher Zustimmungen bei den Wahlen? Bei all den wunderbaren Wahlen, welche in uns die Vorstellung wachhalten sollen, in die auf uns einwirkende Politik korrigierend eingreifen zu können. Oder wird der „Zustimmung“ längst schon nachgeholfen, und wir merken es bloß nicht?

Sand ins Getriebe

Europa ist immer noch reich — vor allem an Schönheit und Kultur; Europa ist im Grunde immer noch das Herz des ganzen Erdkreises. Aber die Axt ist längst an seine Wurzeln gelegt. 1918 hat man das alte Österreich zerstört, jetzt wird, in Schüben, der Rest vom alten Europa eliminiert. Alles wird anders, aber kaum was wird besser. In den vergangenen Jahrzehnten wurde, bildlich gesprochen, eine Politmaschinerie aufgebaut, die in steter Voranbewegung alles ruiniert, was erhaltenwert ist, die konsequent zerstört, was an Humanität, Tradition und Identität, was an Schönheit und was an sozialem Zusammenhalt in unseren Gesellschaften noch überdauert hat. Die vordinglichste Aufgabe wäre im Moment, diese Maschinerie anzuhalten, sie zu erstürmen und dann den Rückwärtsgang einzulegen.

Am 25. Mai 2014 wird gewählt. Die Abgeordneten des „Europaparlamentes“ werden gewählt. In der Regel bringen Wahlen nichts Gutes mehr; wäre das anders, sie wären gewiß schon abgeschafft. Hie und da allerdings gibt es dennoch „Unfälle“, wie ja Ungarn wohltuend zeigt; die Chance sozusagen, Sand ins „demokratische“ Mahlwerk unserer Zeit zu streuen; wir haben auf solche Gelegenheiten schon früher hingewiesen und wir möchten dies hier und in Zusammenhang mit den Wahlen zum Europäischen Parlament wieder tun. Wir empfehlen Ihnen einen Kandidaten, von dem wir zuversichtlich annehmen, daß er auf allen Ebenen der Politik, sei dies in Europa, sei dies in Österreich, den derzeit Machthabenden denkbar unangenehm sein wird. Und wir haben auch den Eindruck, daß es sich bei ihm um eine Persönlichkeit handeln könnte, die tatsächlich bereit sein würde, sich mehr mit der Vertretung der legitimen Interessen der Bevölkerung zu befassen als mit der Absicherung seines „Mandates“. Es gibt nicht viele solcher Persönlichkeiten in der etablierten Politik; in jedem Land Europas sind sie rar, da die Negativ-Auslese des „repräsentativ-demokratischen“ Systems solche zumeist früh schon als Störfaktoren wahrnimmt und sie auszusondern trachtet. Unser Kandidat hat daher anläßlich seiner unerlaubten, aber nicht verhinderbaren Kandidatur zum „Europaparlament“ auch ein „Strafverfahren“ durch die hiesige politisch bekanntlich völlig „unabhängige“ Justiz arrangiert bekommen. Sieben Jahre nach der angeblich begangenen Straftat einer „Nötigung“, wenn wir richtig nachgerechnet haben, aber rechtzeitig zu den anstehenden Wahlen. Ein überzeugender Beleg dafür, daß unsere Einschätzung der Person unseres Kandidaten zutrifft. Der Kandidat unserer Wahl heißt Ewald Stadler.

Biographisches in Kürze

Als einen seiner persönlichen Vorbilder benennt Stadler den Katholischen Kaiserlichen General Johann Tserclaes Graf Tilly (1559 – 1632). Stadler entstammt einer Christlich-sozial orientierten Vorarlberger Familie, in der man sich angesichts der zunehmenden Linksverdriftung der Volkspartei dem freiheitlichen Lager zuwandte. Während und nach dem Studium der Rechtswissenschaften entfaltete Stadler sein Interesse für lokale Politik, ein Interesse, das vom Gemeinderat bis in den Vorarlberger Landtag führte. Von 1994 – 1999 wirkte er dann aufgrund seiner Durchsetzungsfähigkeit, die ihm den Beinamen „Dobermann“ einbrachte, als einer der führenden Funktionäre der Freiheitlichen und gestaltete hier wesentlich deren Parteilinie. Es war maßgeblich Stadler, der unter der Devise „Wehrhaftes Christentum“ eine Zuwendung seiner Partei zu Katholischen Werten forcierte. Ein Experiment, das insofern mißlang, als es nie konsequent umgesetzt werden konnte — sowohl aufgrund parteiinterner Ignoranz als auch aufgrund massiver Ablehnung durch die in der Kirche lang schon eingenisteten linken Seilschaften. Ein Experiment, das aber insofern doch auch Erfolg hatte, als es bis heute nachwirkt. Mittlerweile sind es, lange nach dem Zerwürfnis Stadlers mit seiner alten politischen Heimat, die Freiheitlichen, die hier, auch zu eigenem Vorteil den Vorgaben Stadlers folgend, als wichtiger politischer Faktor beispielsweise die völlige Demontage Christlicher Zeichen im öffentlichen Raum verhindern. Die fatale Ära der Kollaboration mit einer damals taktisch ebenso raffiniert wie skrupellos geführten Volkspartei mündete bekanntlich beinahe in die Selbstdestruktion der Freiheitlichen und in ihren weitreichenden Bedeutungsverlust in einer Regierung, in der sie die Funktion des Steigbügelhalters zugewiesen bekamen. Eine Regierung übrigens, durch die das Land massive Beschädigungen erfuhr. In jenen Jahren 2001 – 2006 übernahm Stadler, der sich mit der amtierenden Koalition als unvereinbar erwies, das Amt des Volksanwaltes, in dem er durchaus verdienstvoll zu wirken verstand. Er war dann einer der zentralen Organisatoren der parteiinternen Immunabwehr, die sich mit dem Namen der Ortschaft „Knittelfeld“ verknüpfte. Die darauf folgende Zweiteilung der Freiheitlichen brachte das „Bündnis Zukunft Österreich“ hervor, dem mittlerweile keine große Zukunft mehr vorhergesagt wird. Stadler unterlag dann im alsbald losbrechenden Machtkampf um die Parteiführung der Freiheitlichen, die sich lieber für einen weniger anspruchsvollen und gesinnungselastischeren Kurs entschieden. Stadler wechselte damals einfach zum „Bündnis Zukunft Österreich“, das ihm nach dem spektakulären Tod Jörg Haiders in nicht unwesentlichem Ausmaß noch da und dort errungene Erfolge mitzuverdanken hatte. Mittlerweile hat man auch dort auf andere Pfade gewechselt und unter Absage an Stadler und die von ihm bevorzugten antizeitgeistigen Frontstellungen beschlossen, sich mit den herrschenden Verhältnissen ins Einvernehmen zu setzen. Das hat auch erfreuliche Konsequenzen, ...

Irrwege korrigiert man durch Umkehr

... denn Stadler, mittlerweile Österreichischer Abgeordneter im Europäischen Parlament und dort von den zahlreichen Vertretern des liberalen Luxus-Linksextremismus gar nicht gerne gesehen (er war etwa einer derjenigen EU-Mandatare, welche eine Mehrheit gegen den schon erwähnten „Estrella-Bericht“ zustande brachten), Stadler also hat nun eine eigene Christlich-konservative Gruppierung begründet. Er wird mit dieser, sehr zum Ungemach des etablierten Systems, zur Wahl zu eben diesem Parlament antreten. Die Reformkonservativen, wie Stadler das Wahlbündnis genannt hat, das ihn unterstützt, darf man getrost als Gesinnungsgemeinschaft jenes Zuschnitts betrachten, über welche Österreich in den Jahren der Bundeskanzler Figl bis Klaus verfügt hat, und die uns danach leider abhanden gekommen ist. Schon die Anfangssätze des Parteiprogramms sind vielversprechend: „Wir kämpfen in Verantwortung vor Gott und dem Nächsten; in Achtung vor den Leistungen unserer Vorfahren; in Verpflichtung für unsere Nachkommen; und im Streben nach Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit in der Politik, für die Wiederherstellung der Geltung konservativer Werte.“ Auch wenn wir nichts von der Person wüßten, die diese Sätze formuliert hat, wären wir geneigt, ihr alleine solchen Bekenntnisses wegen unsere Stimme anzuvertrauen. Doch wir kennen Ewald Stadler schon lange; wir wissen, daß er nicht immer bequem im Umgang ist; wir hatten oft Gelegenheit, uns von seiner Sturheit, seiner Handschlagqualität, seiner Effizienz, seinem Scharfblick, seiner Grundsatztreue und seiner Courage zu überzeugen. Die Vorzüge überwiegen bei weitem die Nachteile. Er ist ganz entschieden der Mann unseres Vertrauens. Österreich verfügt noch über Männer mit aufrechter Gangart.

Man hört vielfach empörte Stimmen, interessanter Weise gemeinsam aus den Bereichen des Fortschritts wie des Islams, die sich abfällig darüber äußern, daß die Europäische Union ein „Christen-Club“ wäre. Da muß eine Verwechslung vorliegen; „Sozialisten-Club“ müßte es heißen. Aber Sozialismus ist heilbar. Die Rezepte dafür sind bekannt und altbewährt, man muß nur jemanden finden, der auch bereit ist, sie zur Anwendung zu bringen. Diesen Mann konnten wir Ihnen soeben vorstellen.

Der kommende Wahlgang birgt gewisse Möglichkeiten; beim hierortigen Präsidentschaftswahlkampf des Jahres 2010 erhielt der Christliche Kandidat Rudolf Gehring immerhin rund 172.000 Stimmen. Die Christliche Partei ist diesmal aber einer der Faktoren, die Ewald Stadler unterstützen. Die Zahl der Stimmen der Christlichen Partei von 2010 wäre bei den Europawahlen im Mai 2014 bereits ausreichend, um den strategischen Durchbruch ins „Europaparlament“ zu erzielen. Außerdem stand dem Konservativen Lager im Jahr 2010 mit Barbara Rosenkranz eine zweite Kandidatin zur Verfügung, die noch bei weitem mehr Stimmen erhielt. Würde sich diesmal das gesamte konservative Potential mobilisieren und auf die Person Stadlers konzentrieren lassen, so wäre ein kleines politisches Erdbeben erzielbar. Und politische Erdbeben sind genau das, was diese sich zum sozialistisch-totalitären Abkassier- und Zwangssystem wandelnde Europäische Union dringend braucht. Abgesehen davon sollte man die Gelegenheit nützen; sie ist günstig und wird so rasch nicht wiederkehren. Jetzt ist mit Stadler eine geeignete und den Etablierten gegenüber auch wirklich widerspenstige Option gegeben; es gibt derzeit keine anderen Kandidaten, die in Frage kämen. Die Volkspartei etwa kann man mit Leuten wie ihrem EU-Kommissar und ihrem Spitzenkandidaten ad acta legen; wo diese Partei steht, sieht man auch an ihrem Landwirtschaftsminister, der zwar mit einer schönen Gelöbnisformel aufhorchen ließ, dann aber seine Absicht kundtat, sich an historischen Monumenten zu vergreifen und mittlerweile ein „Adoptionsrecht“ für Homosexuelle befürwortet. Da kann man eigentlich gleich für den Stalinismus in Grün stimmen, wenn man so was haben möchte. Stadler ist eine derzeit vorhandene und wirklich erfreuliche Möglichkeit zur Revanche für Jahrzehnte „bürgerlicher“ Trottel- und Opportunismuspolitik. Auf dem Stimmzettel werden die Kennungen „Die Reformkonservativen – Liste Ewald Stadler“ und die vorgeschriebene Kurzbezeichnung „REKOS“ aufscheinen. Ihr Kreuz an dieser Stelle kann man wohl als eine Stimme für das wirkliche Europa abseits linker Selbstzerstörung ansehen.

Und dies noch: wie einer der großen Feldherrn Österreichs, Raimond von Montecuccoli, zu sagen pflegte: „Zum Kriegführen braucht man drei Dinge – Geld, Geld, Geld“. Daher dürfen wir Ihnen hier auch folgendes Konto anführen: Die Reformkonservativen – Kontonummer IBAN: AT79 2021 9002 0001 7440